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Hubert Aiwanger informiert sich über Bürgerwindpark-Planung in Pfaffenhofen

Aktualisiert: Aug 21

Die Planung und Entwicklung des Bürgerwindparks Pfaffenhofen an der Ilm gilt als richtungsweisend und Blaupause für andere Projekte in Bayern. Bayerns Wirtschafts- und Energieminister suchte deshalb den Austausch mit Landrat Gürtner und Bürgerenergie-Aktiven der örtlichen Bürgerenergiegenossenschaft und Bürgerenergie Bayern.

Markus Käser, Bürgerenergie Bayern e.V., Albert Gürtner, Landrat Kreis Pfaffenhofen an der Ilm, Andreas Herschmann, Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen, Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und stv. Ministerpräsident.

Das Pfaffenhofener Vorhaben kann als "Blaupause für Bayern" gesehen werden, so der Minister. Zum einen, weil die Bürger vor Ort bereits in der Planungsphase intensiv mit einbezogen wurden und sich direkt an den Windkraftanlagen beteiligen können. Zum anderen handelt es sich um die erste bayerische Genehmigung für Windenergieanlagen im Jahr 2020 sowie wohl um die ersten Bürgerwindräder, bei denen aufgrund der aktiven Bauleitplanung der Stadt Pfaffenhofen die sogenannte 10 H-Abstandsregel keine Rolle gespielt hat.


Um sich selbst über die getroffenen Maßnahmen und den Planungsstand ein Bild zu machen, kam deshalb der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger am 18.08.2020 vormittags nach Pfaffenhofen an der Ilm. Vor Ort traf er sich mit Bürgerenergie-Aktiven und Kommunalpolitikern. Nach einer fachlichen Besprechung mit Landrat Albert Gürtner, Andreas Herschmann, dem Vorstand der Bürgerenergiegenossenschaft Pfaffenhofen und Markus Käser, dem Vorsitzenden der Landesvereinigung Bürgerenergie Bayern oben auf er Windradgondel eines bereits bestehenden Bürgerwindrades der BEG. Danach stand er im Rahmen eines informellen Zusammentreffens Besuchern, Windkraftgegnern und Pressevertretern Rede und Antwort.

Dem Bayerischen Rundfunk gegenüber äußerte er auf Nachfrage: "10H wird über längere Zeit noch bestehen. Da geht uns leider der Koalitionspartner nicht mit. Wir müssen deshalb versuchen, mit Zustimmung der Gemeinden, jedes Jahr, wenn die eine Bauleitplanung aufstellen, von 10H abzuweichen, um damit trotz der bestehenden 10H Regel Windräder wieder zu realisieren. Dazu brauchen wir Bürgerbeteiligung, dass die Bürger auch dahinterstehen. Dann tut sich auch die Kommunalpolitik leichter, diese Ausnahmegenehmigungen für die Windräder zu geben. Das ist momentan der Weg. Ein anderer bleibt uns nicht übrig."

BEBay-Vorsitzender Käser übergab Hubert Aiwanger die energiepolitischen Forderungen des Landesnetzwerkes Bürgerenergie Bayern: "Die Hartnäckigkeit der Pfaffenhofener Bürgerenergiegenossenschaft hat sich gelohnt. Die Stadt Pfaffenhofen hat aufgezeigt wie es gehen kann: Maximale Bürgernbeteiligung und gemeinsamer politischer Wille zur konsequenten Energiewende. Ich hoffe, dass nun auch das Land Bayern seinen schädlichen Widerstand gegen den Ausbau der erneuerbaren Energie und insbesondere gegen die Bürgerwindkraft aufgibt und die demokratische und dezentrale Energiewende endlich praxistauglich gefördert wird!"


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