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Kritik am bayerischen Wirtschaftsministerium: "Geld gehört nach Bayern, nicht nach Russland!"

Aktualisiert: 12. Juni 2018



“Die 12 Milliarden Euro jährlich, könnten wir in Bayern brauchen, anstatt sie nach Russland oder Saudi Arabien zu überweisen!”


Mit deftigen Worten übte Markus Käser, Vorsitzender der Landesvereinigung der Bayerischen Bürgerenergiegenossenschaften, Kritik am bayerischen Wirtschaftsministerium: „Wer gegen die Energiewende vor Ort ist und stattdessen lieber Energie-Rohstoffe aus Russland kaufen will, dürfte eigentlich nicht im Bayerischen Wirtschaftsministerium arbeiten“.

Anlass war ein Vortrag von Christian Hahn vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie im Rahmen einer Fachtagung am Mittwoch in Ingolstadt, bei welcher auch die Bürgerenergie Bayern Vorstände Markus Käser und Oliver Eifertinger referierten.


Hahn hatte gleich am Anfang, des mit rund 150 Teilnehmern gut besuchten Fachgesprächs zum Thema „Perspektiven der Stromvermarktung“ erklärt, wie sich das bayerische Wirtschaftsministerium in punkto dezentraler Energiewende positioniert. Hahn: “Dezentralität ist kein Selbstzweck, kein Ziel an sich! Eher ein Trend.”

Dem entgegnete Käser: “In Deutschland kauft quasi jeder Bürger pro Kopf im Jahr für rund 1000 € fossile Energien aus dem Ausland, also beispielsweise Russland oder naher Osten, ein. “Diese 12 Milliarden Euro jährlich, rund 20 % des bayerischen Staatshaushaltes, könnten wir in Bayern besser für die Energiewende verwenden, anstatt sie nach Russland oder Saudi Arabien zu überweisen”, so der Vorsitzende des Bürgerenergie Bayern e.V..

Rechtsanwalt und BEBay-Schatzmeister Oliver Eifertinger ergänzte: “Bayerische Energiegenossenschaften und andere Bürgerenergiegesellschaften haben seit vielen Jahren mit schlechten Rahmenbedingungen zu kämpfen. Unsinnige Bürokratiemonster, Umlagen und Auflagen und ständige Verschleppungsmethoden, um den Konzernen mehr Zeit für deren Umstellung zu verschaffen! Das sind ganz klar Markteintrittshemmnise!”


Über Bürgerenergie Bayern e.V.:

Der „Bürgerenergie Bayern e.V.“ ist ein landesweiter Zusammenschluss der bayerischen Bürgerenergiegesellschaften mit Sitz in Pfaffenhofen. Er bündelt die gemeinsamen wirtschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Interessen aller Bürgerenergie-Akteure. Dazu zählen in erster Linie rund 250 bayerische Bürgerenergiegenossenschaften – rund ein Viertel aller deutschen – und Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, aber auch andere Gesellschaften, die dezentrale und regenerative Bürgerenergieprojekte betreiben. Um zumindest die Wertschöpfung unserer Stromerzeugung in Bayern zu halten, hat Bürgerenergie Bayern mit „Bavariastrom“ Deutschlands ersten echten Regionalstromtarif mit garantiert 100 Prozent Strom aus Bayern aufgelegt.

BÜRGERENERGIE BAYERN e. V.:

Wir bündeln die gemeinsamen wirtschaftlichen und politischen Interessen der bayerischen Energiewirtschaft in Bürgerhand. 

Dazu gehören rund 250 bayerische Bürgerenergiegenossenschaften (circa ein viertel aller deutschen BEGs) aber auch Gemeinde- und Stadtwerke, welche sich mehrheitlich in öffentlicher Hand befinden, und alle anderen Gesellschaften die regenerative Bürgerenergieanlagen betreiben.

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